Ripple vs. SEC – Vergleich als Painkiller?

Der Rechtsstreit zwischen Ripple Labs und der US-Börsenaufsichtsbehörde SEC begann im Dezember 2020, als die SEC Ripple Labs, CEO Brad Garlinghouse und Mitbegründer Chris Larsen beschuldigte, durch den Verkauf von XRP in unregistrierten Wertpapiertransaktionen insgesamt 1,3 Milliarden Dollar aufgebracht zu haben. Die SEC argumentierte, dass XRP die Kriterien des Howey-Tests erfüllt und somit als Wertpapier hätte registriert werden müssen.

Im Juli 2023 erzielte Ripple einen wichtigen Sieg, als Richterin Analisa Torres vom Bezirksgericht des südlichen Bezirks von New York entschied, dass der Verkauf von XRP auf öffentlichen Börsen nicht gegen das Wertpapierrecht verstieß. Sie erklärte jedoch, dass das Angebot von XRP an Hedgefonds und andere institutionelle Käufer gegen die Wertpapiergesetze verstieß. Dieser Entscheid wurde als bedeutender Erfolg für die Kryptowährungsbranche angesehen, obwohl Ripple für seine institutionellen Verkäufe noch Schadenersatzleistungen zu zahlen hat.

Die SEC und Ripple sind nun aufgefordert, sich auf die Höhe der Schadensersatzleistungen zu einigen, die Ripple für seine institutionellen Verkäufe von XRP zahlen muss. Im Januar 2024 forderte die SEC Ripple auf, seine Finanzberichte für 2022–2023 sowie Verträge über institutionelle Verkäufe nach der Klage vorzulegen. Ripple lehnte diese Anforderungen ab, wobei die Richterin jedoch kürzlich entschieden hat, dass Ripple die Dokumente vorzulegen hat.

Kurs kommt nicht recht von der Stelle

Der Kurs von XRP scheint sich seit dem Urteil im Juli 2023 nach einem initialen Kursanstiegs wieder einer seitwärts gerichteten Bewegung zu folgen. Während der allgemeine Krypto-Markt im Herbst einen Aufschwung erlebte, profitierte XRP davon zwar, jedoch nicht in dem Ausmaß wie einige andere Kryptowährungen, beispielsweise Solana.

XRP und Solana Kurs

XRP (blau) im Vergleich mit Solana (orange), Quelle: www.coinmarketcap.com

Zum Jahreswechsel fiel XRP in einen Abwärtstrend, was für eine Kryptowährung unter den Top 10 eher ungewöhnlich ist, insbesondere wenn man bedenkt, dass Bitcoin und andere führende Altcoins zumindest einen stabilen Seitwärtstrend zu verzeichnen haben.

Positive Nachrichten zweigen kaum Auswirkungen

Obwohl eine Reihe positiver Nachrichten um Ripple und seine Kryptowährung XRP kursieren, scheint dies nur einen geringen oder gar keinen Einfluss auf den Kurs von XRP zu haben. 

Beispielsweise die Ankündigung der Kryptowährungsbörse Gemini, in Kürze XRP-Perpetual-Kontrakte anzubieten, welche es Händlern ermöglichen, auf den zukünftigen Preis von XRP zu spekulieren, ohne ein Verfallsdatum, hat nicht zu dem erwarteten Anstieg geführt. 

Ebenso sorgte die Aussage des CEO von SBI, dass “jede Bank in Japan bis 2025 XRP nutzen wird”, oder die Nachricht, dass XRP und Ripple erfolgreich durch die Bank of England getestet wurden und Teil der “Pound Foundation” sind, nicht für die antizipierten positiven Kursbewegungen.

Solche Nachrichten gehen bei den meisten Kryptowährungen üblicherweise schon mit erheblichen Kursbewegungen einher. Der SPONGE Token beispielsweise verzeichnete nach seiner Verlautbarung, einen Relaunch auf die 2 Variante seines Token zu machen, einen deutlichen Sprung um 50% nach oben. Bei diesem Coin steht natürlich auch eine entsprechende Community dahinter, die am Erfolg interessiert ist. Diese Community zusammen mit dem Ziel der Entwickler, nochmal einen x100 Coin zu gestalten, hat die entsprechende Basis für SPONGEV2 geschaffen.

Ausgleich könnte Aufschwung bringen

Inmitten des langwierigen Rechtsstreits gibt es Gerüchte, dass Ripple und die SEC möglicherweise Gespräche über eine außergerichtliche Einigung führen könnten. Eine solche Einigung würde Ripple erlauben, das Kapitel zu schließen und sich auf bevorstehende Ereignisse, wie den bevorstehenden Bullrun aufgrund des Bitcoin Halvings oder die technischen Realisierungen mit den Finanzinstituten zu konzentrieren. Derzeit zeigt sich für XRP ja keine signifikanten Marktbewegungen, was eher den Mitbewerbern wie beispielsweise SPONGEV2 zugute kommt. 

Analog zu Binance, das nach einer Einigung über eine Rekord-Vergleichszahlung einen Preisanstieg für BNB verzeichnete, könnte auch Ripple auf einen ähnlichen Effekt hoffen.

Dennoch sind außergerichtliche Zahlungen für Unternehmen oft mit erheblichen finanziellen Belastungen verbunden, da diese aus den Gewinnen der letzten Jahre bestritten werden müssen. Zusätzlich könnte es als eine Art Schuldeingeständnis seitens Ripple interpretiert werden, was die Unternehmensreputation beeinflussen könnte.

Für Ripple könnten auch zukünftige regulatorische Umgangsweisen von Bedeutung sein, wie etwa die mögliche Einführung eines XRP-ETFs. Sollten sie es schaffen, solche Punkte positiv zu verhandeln, könnte sich die Situation für das Unternehmen letztendlich eher positiv gestalten, anstatt weiterer Jahre im Prozess gegen die Aufsichtsbehörde zu verbringen.

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